Ab 1. September 2023 gilt das neue Schweizer Datenschutzgesetz revDSG. Mehr erfahren

Datenschutz in Ihrer Arztpraxis

Datenschutz in der Arztpraxis ist ein Thema, das immer wichtiger wird. Warum? Patientendaten müssen geschützt werden, um das Vertrauen zu gewinnen und zu erhalten. In diesem Beitrag geht es darum, welche Maßnahmen Ärzte und weitere Gesundheitsberufe wie Psychologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Diätologin, Psychotherapeuten und Hebammen ergreifen sollten, um die Sicherheit von sensiblen Gesundheitsdaten ihrer Patientendaten zu gewährleisten. Wir beleuchten dabei auch die rechtlichen Aspekte und geben Tipps für eine datenschutzkonforme Praxisorganisation. Denn nur wer sich an die Regeln hält, kann langfristig erfolgreich sein und das Vertrauen seiner Patienten ausbauen.

 

Bedeutung des Datenschutzes in der Arztpraxis und Ordination

Datenschutz ist ein äußerst wichtiger Aspekt in der Arztpraxis oder Ordination. Der Schutz von Patientendaten und Gesundheitsdaten ist von großer Bedeutung, da diese Informationen äußerst sensibel sind und einem hohen Schutzbedarf unterliegen. Da die Verarbeitung von personenbezogenen Daten in der medizinischen Versorgung unvermeidlich ist, müssen Patientendaten stets vertraulich behandelt werden. Jeder Patient hat das Recht auf den Schutz seiner Privatsphäre und darauf, dass seine Daten nicht missbraucht werden.

Dabei gibt es neben dem moralischen Aspekt auch rechtliche Bestimmungen zum Datenschutz zu beachten. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) schreibt unter anderem vor, dass personenbezogene Daten nur zweckgebunden verarbeitet werden dürfen und dass die betroffenen Personen über die Verarbeitung ihrer Daten informiert werden müssen.

Insgesamt trägt eine konsequente Umsetzung des Datenschutzes in der Arztpraxis oder Ordination dazu bei, das Vertrauen der Patienten zu stärken und einen reibungslosen Ablauf im Praxisalltag zu gewährleisten.

Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Digitalisierung in der Arztpraxis und Ordination

In der heutigen Zeit ist die Digitalisierung in der Arztpraxis und Ordination nicht mehr wegzudenken. Die Verwaltung von Patientendaten und die Kommunikation mit anderen medizinischen Einrichtungen erfolgt zunehmend digital und softwaregestützt. Doch welche aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen gibt es in diesem Bereich?

Eine wichtige Entwicklung ist die Einführung der elektronischen Patientenakte. Auch die Nutzung von Telemedizin, also die Fernbehandlung von Patienten über digitale Medien, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Digitalisierung bringt auch Herausforderungen mit sich. So müssen Ärzte und Praxismitarbeiter regelmäßig im Umgang mit den eingesetzten Softwarelösungen geschult werden, um den Umgang mit neuen Technologien zu beherrschen und Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Zudem besteht das Risiko von Cyberangriffen auf sensible Patientendaten.

Trotz dieser Herausforderungen bietet die Digitalisierung auch viele Vorteile für Arztpraxen und Ordinationen. Durch den Einsatz von digitalen Tools können Arbeitsprozesse effizienter gestaltet werden, was wiederum zu einer höheren Patientenzufriedenheit und Entlastung der Mitarbeiter führt.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Digitalisierung in der Arztpraxis und Ordination ein wichtiger Schritt in Richtung moderner Medizin ist. Es gilt jedoch auch weiterhin, sich den Herausforderungen zu stellen und diese erfolgreich zu bewältigen. Und ein wichtiger Punkt hierbei ist die Einhaltung datenschutzrechtlicher Regelungen.

Rechtliche Grundlagen

Datenschutzgesetze und die DSGVO

Als Betreiber einer Arztpraxis oder Ordination sind Sie verpflichtet, Patientendaten zu schützen und für Datensicherheit zu sorgen. Das wichtigste Gesetz stellt die DSGVO dar, welche seit Mai 2018 in Kraft ist. Die DSGVO legt fest, auf welcher Rechtsgrundlage personenbezogenen Daten erhoben werden dürfen und wie diese verarbeitet werden müssen. Weiters gibt es in Deutschland und Österreich eine Reihe von nationalen Datenschutzgesetzen, die Sie unbedingt beachten sollten.

Als Arztpraxis oder Ordination sollten Sie sich daher intensiv mit den rechtlichen Grundlagen des Datenschutzes auseinandersetzen und sicherstellen, dass Ihre Prozesse und Systeme den Anforderungen entsprechen. Nur so können Sie das Vertrauen Ihrer Patienten gewinnen und langfristig erfolgreich sein.

Technische und organisatorische Maßnahmen in der Arztpraxis und Ordination

Damit die Einhaltung der DSGVO in Ihrer Arztpraxis oder Ordination gewährleistet wird, müssen sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen ergriffen werden.

Daher sollten aus technischer Sicht in einer Ordination zum Schutz der sensiblen Patientendaten regelmäßig Backups erstellt und die Systeme durch ein professionelles Virenschutzprogramm gesichert werden. Zudem ist es sinnvoll, ein Zugriffsprotokoll zu erstellen, das alle Aktionen an den Gesundheitsdaten dokumentiert. So kann jederzeit überprüft werden, ob die Daten richtig verarbeitet wurden und wer aus welchem Grund Zugriff auf die Daten genommen hat.

Organisatorisch muss sichergestellt sein, dass nur Personen, die über eine entsprechende Berechtigung verfügen, Zugriff auf Patientendaten haben (sog. Need To Know Prinzip). Des Weiteren ist es notwendig, alle Mitarbeiter regelmäßig über ihre Pflichten im Hinblick auf den Datenschutz zu informieren und sie nachweislich zu schulen.

Zusätzlich sollte eine Vertraulichkeits- und Geheimhaltungserklärung unterzeichnet werden, in der sich alle Personen verpflichten, keine Informationen über Patientendaten an Dritte weiterzugeben.

Auch externe Dienstleister sollten mit dem Umgang von sensiblen Daten vertraut gemacht und auf deren Einhaltung verpflichtet werden. Hier können Verträge zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO abgeschlossen werden, soweit externe Dienstleister Zugang zu Patientendaten haben.

Dabei stellt sich weiters die Frage: Wie ist eigentlich mit Patientendaten umzugehen?

Umgang mit Patientendaten

In Arztpraxen und Ordinationen werden täglich gesundheitsbezogene Daten erhoben, die aufgrund der hohen Vertraulichkeit besonders geschützt werden müssen. Um eine sichere Speicherung und Verarbeitung dieser sensiblen Informationen zu gewährleisten, ist es für Ärzte und medizinische Einrichtungen daher unerlässlich, die Anforderungen der DSGVO zu erfüllen. Die Einhaltung der Transparenzpflicht ist ein elementarer Bestandteil der DSGVO: Der Patient muss über den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten im Rahmen von Datenschutzhinweisen informiert werden.

Eine wichtige Maßnahme zur Sicherstellung des Datenschutzes ist den Zugang zu von Patientendaten zu begrenzen. Dadurch wird sichergestellt, dass nur befugte Personen Zugriff auf die Daten nehmen können.

Auch sollten Sie darauf achten, dass die Patientendaten nur so lange gespeichert werden, wie es für den vorgesehenen Zweck notwendig ist. Eine längere Speicherung als nötig kann nicht nur gegen den Datenschutz verstoßen, sondern auch zu einem erhöhten Risiko für einen Missbrauch der Daten führen.

Insgesamt gilt: Der Umgang mit Gesundheitsdaten erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt. Indem Sie sich an die geltenden Datenschutzbestimmungen halten und Ihre Praxis oder Ordination entsprechend absichern, tragen Sie dazu bei, dass die sensiblen Patientendaten in guten Händen sind.

Verantwortlichkeiten und Pflichten

Als Betreiber einer Arztpraxis oder Ordination tragen Sie die Verantwortung dafür, dass alle personenbezogenen Daten, die in Ihrer Einrichtung bearbeitet oder gespeichert werden, streng nach den Bestimmungen der DSGVO überprüft und verarbeitet werden.

Für Arztpraxen und Ordinationen besteht die Pflicht, sicherzustellen, dass bei der Verarbeitung von Patientendaten strenge Sicherheitsmaßnahmen angewendet werden. So sollten beispielsweise Datenschutz-Audits durchgeführt und spezifische Sicherheitsmaßnahmen implementiert werden. Werden die Vorschriften der DSGVO nicht eingehalten werden, können Bußgelder in beträchtlicher Höhe verhängt werden.

Datenschutzbeauftragter

Der Datenschutz hat in der heutigen Zeit einen hohen Stellenwert. Insbesondere in einer Arztpraxis oder Ordination ist es essenziell, dass die sensiblen Patientendaten geschützt sind. Deswegen sollten Sie als Arzt über einen externen Datenschutzbeauftragten verfügen, der Ihnen bei allen Fragen rund um das Thema Datenschutz zur Seite steht und die Mitarbeiter zum Umgang mit Gesundheitsdaten schult.

Ein externer Datenschutzbeauftragter ist mit den aktuellen Gesetzesbestimmungen und technischen Standards bestens vertraut und kann Ihnen entlastend zur Seite stehen. Er informiert Sie regelmäßig über die neuesten Entwicklungen, gibt Ihnen Hilfestellung bei der Umsetzung rechtlicher und technischer Maßnahmen und unterstützt Sie bei der Dokumentation von Prozessen.

Durch die Einschaltung eines externen Datenschutzbeauftragten erhalten Sie nicht nur ein Maximum an Sicherheit für die sensiblen Patientendaten in Ihrer Ordination, sondern schaffen auch eine rechtssichere Grundlage für Ihr Unternehmen. Außerdem können Sie bei Bedarf auf die Erfahrung unserer Datenschutzjuristen zurückgreifen, falls es zu datenschutzrelevanten Konfliktsituationen kommt.

Wenn Sie also mehr Sicherheit für Ihre Arztpraxis oder Ordination benötigen und sich nicht selbst um alle datenschutzrelevanten Belange kümmern möchten, sind wir Ihr zuverlässiger Partner. So stellen Sie sicher, dass alle Vorschriften und Regelungen im Bereich des Datenschutzes eingehalten werden und Patientendaten vor Missbrauch gesichert werden.

Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitern

Eine Schulung im Umgang mit Patientendaten trägt dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung des Datenschutzes geschärft wird. Mitarbeiter sollten über die rechtlichen Bestimmungen informiert werden, die den Umgang mit Patientendaten regeln. Hierbei geht es nicht nur um die Einhaltung von Gesetzen wie der DSGVO, sondern auch um die Wahrung des Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient.

Darüber hinaus sollten Mitarbeiter in einer Arztpraxis geschultwerden, wie sie mit vertraulichen Informationen umgehen können. Dazu gehört beispielsweise der sichere Umgang mit Passwörtern und Zugangsdaten sowie die Vermeidung von unverschlüsselten E-Mails oder Faxen.

Eine Sensibilisierung der Mitarbeiter im Umgang mit Patientendaten kann auch dazu beitragen, Risiken im Zusammenhang mit Datenmissbrauch oder -verlust oder im Zusammenhang mit telefonischen Auskunftsanfragen zu minimieren.

Insgesamt trägt eine Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter im Umgang mit Patientendaten dazu bei, das Vertrauen der Patienten in die Arztpraxis zu stärken und den Schutz ihrer Daten zu gewährleisten. Eine professionelle und verantwortungsvolle Handhabung von Patientendaten ist ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung in einer Arztpraxis oder Ordination.

Praktische Tipps und Empfehlungen – DSGVO-Checkliste für Ihre Arztpraxis oder Ordination

Als Arztpraxis oder Ordination sind Sie verpflichtet, die DSGVO einzuhalten. Um sicherzustellen, dass Sie alle Anforderungen der DSGVO erfüllen, haben wir für Sie eine Checkliste zusammengestellt.

  1. Dokumentation der Verarbeitungstätigkeiten: Erstellen Sie eine Übersicht über alle personenbezogenen Datenverarbeitungen in Ihrer Arztpraxis oder Ordination.
  2. Einwilligungserklärungen: Holen Sie von Ihren Patienten rechtssichere schriftliche Einwilligungen zur Verarbeitung ihrer Daten ein, soweit diese notwendig sind.
  3. Datensicherheit: Sorgen Sie dafür, dass die Patientendaten in Ihrer Praxis sicher aufbewahrt werden und nur befugte Personen Zugriff darauf haben.
  4. Rechte der Betroffenen: Informieren Sie Ihre Patienten über ihre Rechte im Zusammenhang mit ihren personenbezogenen Daten und stellen Sie sicher, dass diese Rechte eingehalten werden.
  5. Auftragsverarbeitungsverträge: Schließen Sie mit allen Dienstleistern, die Zugriff auf die Patientendaten haben (z.B. IT-Dienstleister), einen Auftragsverarbeitungsvertrag ab.
  6. Meldepflicht bei Datenpannen: Informieren Sie innerhalb von 72 Stunden nach Bekanntwerden einer Datenpanne die zuständige Aufsichtsbehörde.

Indem Sie diese Checkliste abarbeiten, stellen Sie sicher, dass Ihre Arztpraxis oder Ordination den Anforderungen der DSGVO entspricht und die Patientendaten in Ihrer Praxis sicher und rechtskonform verarbeitet werden.

Fazit

Datenschutz ist in der Arztpraxis und Ordination ein wichtiges Thema ist, das nicht unterschätzt werden darf. Mit SCALELINE Datenschutz haben Sie einen zuverlässigen Partner an Ihrer Seite, der Ihnen dabei hilft, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und das Vertrauen Ihrer Patienten zu gewinnen.

Vermeiden Sie hohe Strafen und setzen Sie auf professionellen Datenschutz. Wenn Sie noch mehr erfahren möchten, lesen Sie gerne unsere weiteren Blogposts. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Fragen!

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