Optimierte Stellenanzeige – Worauf sollten Unternehmer achten?

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Mehr Sichtbarkeit im Web durch authentisches Online Marketing im Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Personalmarketing

 

Hopp oder Top: Ob sich Kandidaten auf Deine Stelle bewerben oder nicht, hängt davon ab, wie gut Deine Stellenanzeige ist. Immer noch ist die Stellenanzeige der erste Kontaktpunkt zum Bewerber. Deshalb ist es entscheidend, dass Unternehmen hier überzeugen. Wie das geht? Mit vielen kleinen, aber höchst effektvollen Optimierungen!

 

Mit welchen 5 Profi-Tipps Du Deine Stellenanzeigen so optimieren kannst, dass Du mehr und qualifiziertere Bewerbungen bekommst, das erfährst Du in diesem Gastbeitrag von kirschwerk – Deinen Experten für Personalmarketing und Suchmaschinenoptimierung.

 

Optimierte Stellenanzeige – Worauf sollten Unternehmer achten?

     Warum überhaupt eine Stellenanzeige?

     5 Tipps für Deine optimierte Stellenanzeige

          Tipp #1: Der perfekte Jobtitel: Präzise, informativ & gern mit Persönlichkeit

          Tipp #2: Die perfekte Aufgabenbeschreibung: Strukturiert und verständlich

          Tipp #3: Stellenanzeige – Formuliere immer konkret

          Tipp #4: Überzeuge mit attraktiven Mitarbeitervorteilen

          Tipp #5: Senke Bewerbungshürden

     Löschfristen bei Bewerbungen – Das solltest Du unbedingt wissen! Ein Beitrag von Scaleline

          Speicherfrist von Bewerbungsunterlagen

          Alternative zur Löschung: Bewerbungs- oder Talentpool

          Speicherdauer von Daten in Bewerbungspools

 

Warum überhaupt eine Stellenanzeige?

Ganz einfach: Weil es für Bewerber immer noch die Anlaufstelle Nummer 1 ist, wenn sie nach Jobs suchen! Dabei findet die Jobsuche heute vor allem online statt. Welche Kanäle hier unbedingt bespielt werden müssen, zeigt die “Recruiting und Active Sourcing Studie 2020” der Uni Bamberg schwarz auf weiß. Demnach kommen die meisten Einstellungen über diese Kanäle zustande:

  • 31 % über Internet-Stellenbörsen
  • 29 % über eigene Unternehmenswebsite
  • 10 % über Mitarbeiterempfehlungen
  • 5 % über die Jobbörse der Agentur für Arbeit
  • 4 % über Karrierenetzwerke

Dort also tummeln sich die Kandidaten! Was haben nun all diese Kanäle gemeinsam? Sie alle müssen mit Deiner Stellenanzeige “gefüttert” werden! Damit Bewerber überhaupt auf die offene Stelle aufmerksam werden und relevante Infos dazu erhalten. Eine optimierte Stellenanzeige ist daher das A&O eines erfolgreichen Recruitings. – Das MUSS, alles andere KANN!

5 Tipps für Deine optimierte Stellenanzeige

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Überzeuge daher in jedem Detail Deiner Stellenanzeige! Die folgenden Tipps helfen Dir dabei und ersparen Dir ganz nebenbei auch teure Personaldienstleister und Werbekampagnen. Los geht’s!

Tipp #1: Der perfekte Jobtitel: Präzise, informativ & gern mit Persönlichkeit

Genaugenommen entscheidet sich der Kandidat schon vor dem Öffnen der Anzeige für oder gegen Deinen Job: nämlich beim Stellentitel! Dieser muss präzise und selbsterklärend, informativ und attraktiv sein. Die meisten Stellenbörsen haben mindestens 70 Zeichen zur Verfügung: Nutze diese voll aus, aber gehe nicht über 70 Zeichen hinaus! Neben der eigentlichen Stellenbezeichnung können auch Synonyme bzw. alternative Jobtitel (z.B. frühere Bezeichnungen des gleichen Berufs, nach denen Kandidaten immer noch suchen) sowie relevante fachliche Anforderungen (z.B. wichtige Weiterbildungen) oder spezielle Einsatzgebiete eine sinnvolle Ergänzung sein. Auch etwas Persönlichkeit darf der Jobtitel haben, sofern es zu Deinem Unternehmen und der Stelle passt. Mehr dazu erfährst Du im kirschwerk Blogbeitrag “10 Tipps für den perfekten Jobtitel”.

Tipp #2: Die perfekte Aufgabenbeschreibung: Strukturiert und verständlich

Bei der Aufgabenbeschreibung gilt es, die Waage zu halten zwischen informativ genug und nicht zu abschreckend durch zu viele Aufgabenfelder. Sie muss strukturiert, übersichtlich und verständlich sein. Beachte vor allem diese Punkte:

  • Reduziere die Aufgaben auf die wichtigsten drei bis fünf Punkte.
  • Trenne zwischen Aufgaben, die Du auf jeden Fall erfüllt haben möchtest, und denen, die Nice-to-Have wären.
  • Benenne die Tätigkeiten anhand von konkreten Beispielen und formuliere sie aktiv (statt “Betreuung von Kunden” besser “Du betreust unsere Kunden”). So wird es anschaulicher und Du involvierst die Kandidaten mehr.
  • Übersetze aus Deiner internen Sprache in die Sprache der Bewerber, damit sie Anknüpfungspunkte finden und sich deutlich häufiger und hochwertiger bei Dir bewerben.

Mehr Infos und ein anschauliches Vorher-Nachher-Beispiel findest Du im kirschwerk Blogbeitrag “Tätigkeitsbeschreibung für eine Stellenanzeige erstellen”.

Tipp #3: Stellenanzeige – Formuliere immer konkret

“Leistungsgerechtes Gehalt”? – Ganz ehrlich: Das sagt überhaupt nichts aus! Verzichte auf Floskeln und Selbstverständlichkeiten ohne Aussagekraft. Bedenke: Je allgemeiner und unkonkreter Du in der Stellenanzeige bist, desto unpassender und unqualifizierter werden auch die Bewerbungen ausfallen. Formuliere so konkret wie möglich in jedem Abschnitt Deiner Stellenanzeige. 

Je mehr Detailinformationen Du den Kandidaten bietest, desto besser lernen sie Dich als Arbeitgeber kennen und können direkt abschätzen, ob ihr zueinander passt. Die Folge: Du erhältst (vielleicht nicht mehr, aber in jedem Falle) qualifiziertere und auch persönlichere Bewerbungen von wirklich motivierten Kandidaten, die ideal zum Unternehmen und zur Stelle passen. Das spart übrigens auch Zeit im Auswahlprozess. Mehr Tipps sowie eine Liste von Floskeln, die Du unbedingt vermeiden solltest, findest Du im kirschwerk Blogbeitrag “Stellenanzeige richtig formulieren – Aber wie?”.

Tipp #4: Überzeuge mit attraktiven Mitarbeitervorteilen

Oft sind es heute die Unternehmen, die sich bei den Kandidaten bewerben. – Stichwort: Fachkräftemangel! Mitarbeitervorteile sind daher extrem wichtig, denn mit diesen überzeugst Du letztlich die Kandidaten, sich bei Dir – und nicht bei der Konkurrenz – zu bewerben. Halte Deine Trümpfe also nicht “für später im Bewerbungsprozess” zurück, sondern spiele sie direkt in der Stellenanzeige aus.

Dazu gehören natürlich besonders relevante Vorteile wie ein attraktives Gehalt, Sonderzahlungen, betriebliche Gesundheitsleistungen oder flexible Arbeitszeiten, Home-Office usw. Aber auch Wertschätzung, eine angenehme Arbeitsatmosphäre und regelmäßige Team-Events sind Mitarbeitern extrem wichtig. Versäume es auch nicht, vermeintlich “kleinere” Vorteile zu erwähnen, denn damit punktest Du bei vielen Bewerbern: Mitarbeiterparkplätze, private Nutzung von Premium-Werkzeugen oder Zuschüsse zum Umzug beispielsweise sind Gold wert für Mitarbeiter. Selbst ungewöhnliche Benefits wie: “Du darfst Deinen Hund mit ins Büro bringen.” können gerade für Hundeliebhaber DER springende Punkt sein, sich für Dich zu entscheiden!

Du siehst: Die richtigen Benefits – perfekt formuliert – steigern Deine Attraktivität als Arbeitgeber. Und: Sie sind auch Deine Alleinstellungsmerkmale! Schließlich willst Du als Unternehmen nicht “nur” genauso gut wie andere wirken, sondern aus der Masse hervorstechen. Aber Achtung: Auch hier kann man Fehler machen. Mehr dazu liest Du im kirschwerk Blogbeitrag “Wir bieten: kostenlosen Obstkorb & Tischkicker”.

Heißer Tipp: Um Dir Zeit zu sparen, haben wir in unserem E-Book “Was Mitarbeitern wirklich wichtig ist” über 100 relevante Mitarbeitervorteile mit konkreten Formulierungstipps für Dich aufgelistet und nach Kategorien sortiert. So überzeugst Du als attraktiver Arbeitgeber!

Tipp #5: Senke Bewerbungshürden

Wusstest Du, dass mehr als die Hälfte aller Jobsuchenden sich von der Anforderung, ein Anschreiben formulieren zu müssen, abgeschreckt fühlen? Grund genug, darüber nachzudenken, die Bewerbungshürden zu senken.
Hand aufs Herz: Brauchst Du unbedingt ein Anschreiben, um Dir einen ersten Eindruck vom Bewerber zu machen? Oder reicht auch der Lebenslauf oder sogar nur ein informelles Kennenlernen per Telefon, bevor überhaupt irgendwelche Dokumente erfragt werden? Es lohnt sich: Denn senkst Du als Arbeitgeber die Hürden, steigt auch die Zahl der Bewerbungen.

Ein weiterer Grund, der gegen ein Anschreiben spricht: Viele Kandidaten suchen heute per Smartphone nach Jobs. Müssen sie extra ein Anschreiben am Computer anfertigen, bevor sie sich bewerben können, ist das eine lästige Hürde. Leichter wäre es, sich mit ein paar Klicks direkt vom Smartphone aus bewerben zu können, zumal die meisten Jobsuchenden ohnehin digitale Kopien von Lebenslauf und Zeugnissen dort verfügbar haben und nur noch hochladen müssten. Ganz bequem!

Jetzt hast Du viele Anregungen erhalten, um Deine Stellenanzeige zu verbessern. Noch mehr Profi-Tipps findest Du in unserem kirschwerk Podcast und unserer Personalmarketing-Bibliothek – beides für 0 Euro abonnierbar! Wenn Du diese Kniffe beachtest, dauert es nicht mehr lange, und die Leute rennen Dir mit ihren Bewerbungen die Bude ein! Und was ist dann in puncto Datenschutz und Löschfristen von Bewerbungen zu beachten? Das erfährst Du im nächsten Abschnitt von Elisa Drescher!

Löschfristen bei Bewerbungen – Das solltest Du unbedingt wissen! Ein Beitrag von Scaleline

 

Speicherfrist von Bewerbungsunterlagen

Unterlagen von abgelehnten Bewerbenden solltest Du aus arbeitsrechtlichen Gründen für drei bis maximal vier Monate nach dem Abschluss des Auswahlverfahrens (Datum der Absage) aufbewahren. Hintergrund ist, dass die abgelehnten Bewerbenden einen Schadenersatzanspruch nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz einbringen können.

Hinweis aus der Praxis: Abgelehnte Bewerbende schieben gerne Löschersuchen nach ihrer Absage nach. Sie machen das Recht auf Löschung nach Art. 17 DSGVO geltend. Um einen DSGVO-Verstoß zu vermeiden, der wiederum Schadenersatzansprüche auslösen kann, musst Du innerhalb der Monatsfrist ab Eingang des Löschersuchens antworten. Einer Löschung musst Du jedoch aufgrund der arbeitsrechtlichen Frist innerhalb von vier Monaten nicht nachkommen, da Du die Bewerbungsunterlagen ggf. noch zu Deiner eigenen Rechtsverteidigung im Falle des Falles benötigst. Sollte der abgelehnte Bewerbende tatsächlich einen Schmerzensgeldanspruch nach dem AGG oder der DSGVO gegen Dich geltend machen, können die Daten aus dem Bewerbungsverfahren natürlich noch weiterhin gespeichert werden. Denn sie dienen Deiner Rechtsverteidigung.

Alternative zur Löschung: Bewerbungs- oder Talentpool

Bewirbt sich eine Person für eine Position für das Social-Media-Marketing Deines Unternehmens, und die Wahl fällt jedoch auf einen anderen Bewerbenden – Du weißt jedoch, dass Du bald eine Stelle im Sales und Verkaufstraining ausschreiben wirst, und die Person bringt in ebendiesen Gebieten einiges an Erfahrung mit -, dann besteht in Unternehmen hierzu gerne ein Bewerbungs- bzw. Talentpool. Die Bewerbungsdaten von Personen darfst Du nur dann in den Pool zuführen – also die Bewerbungsunterlagen länger als die vier Monate speichern -, wenn Du hierfür eine informierte Einwilligung eingeholt hast. Hintergrund ist der Grundsatz der Zweckbindung sowie die Speicherbegrenzung.

Achtung: Die Bewerbenden im Bewerbungspool können – wie bei jeder anderen Einwilligung auch – diese widerrufen. Daraufhin sind die Daten zu löschen.

Speicherdauer von Daten in Bewerbungspools

Die Daten der Bewerbenden im Pool sollten idealerweise für maximal 1 Jahr bis 1,5 Jahre gespeichert werden. Vor der Löschung kannst Du jedoch eine weitere Einwilligung zur weiteren Speicherung einholen. Wird die Einwilligung für eine längere bzw. erweiterte Speicherdauer nicht erteilt, sind die Daten aus dem Bewerbungspool zu löschen.10

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