Fotos für Werbezwecke verwenden

𝘾𝙝𝙚𝙚𝙚𝙚𝙚𝙚𝙚𝙚𝙚𝙚𝙚𝙚𝙨𝙚 …📸

Es gibt auch andere Wege als eine Einwilligung zur Verwendung von Fotos: Der Modelvertrag.

Die Veröffentlichung kann dann nämlich auf den Vertrag gestützt werden. Zeitgleich schmeichelt es die betroffenen Personen auch, einen solchen Vertrag abzuschließen & dafür einen Obolus zu erhalten.

Vorteil: Es gibt dann kein Widerrufsrecht wie bei der Einwilligung.

Die verantwortlichen Stellen haben daher die Sicherheit, das Foto für Werbezwecke so lange verwenden zu können wie vertraglich vereinbart wurde.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine Einwilligung für die Veröffentlichung einzuholen.

 

𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕞 𝔾𝕖𝕣𝕚𝕔𝕙𝕥𝕤𝕤𝕒𝕒𝕝: 𝗩𝗲𝗿ö𝗳𝗳𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝘂𝗻𝗴 𝘃𝗼𝗻 𝗙𝗼𝘁𝗼𝘀 𝗳ü𝗿 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗪𝗲𝗿𝗯𝗲𝗯𝗿𝗼𝘀𝗰𝗵ü𝗿𝗲 𝗼𝗵𝗻𝗲 𝗘𝗶𝗻𝘄𝗶𝗹𝗹𝗶𝗴𝘂𝗻𝗴

Es wurde ein Bild von einer Klägerin für eine Werbebroschüre verwendet. Vor der Anfertigung [des Bildes] wurde der Klägerin eine Einwilligungserklärung vorgelegt, die diese nicht unterzeichnete, sondern vielmehr an den Rand schrieb „nicht für mein Aussehen“.

Das Gericht stellt folgenden Sachverhalt fest:

„Die Ethnie der Klägerin ist auf dem Bild die zentrale Aussage, denn es wird geworben für die Internationalität der Universität. Nach Auffassung der Kammer ist die Aussage des Bildes: Bei uns unterrichten und lernen Menschen aus aller Herren Länder. Für dieses Bild wäre eine Person mit weißer Hautfarbe nicht herangezogen worden. Das Bild der Klägerin wurde vielmehr gerade wegen ihrer Hautfarbe verwendet.“

Da die Klägerin keine Einwilligung erteilte, lag auch keine Rechtsgrundlage für die Veröffentlichung vor.

Arbeitsgericht Münster, 3 Ca 391/20 (nrw.de)

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