Datenschutzkonform & online sichtbar bleiben – So lässt sich SEO und Datenschutz kombinieren

DSGVO, E-Privacy-Verordnung, Cookie Banner-Pflicht und viel mehr haben Webseitenbetreiber in den letzten Jahren vor neue Herausforderungen gestellt. Einerseits sind so selbstverständlich die personenbezogenen Daten der Nutzer geschützt und dürfen nicht ungefragt weitergegeben werden. Das ist zwar ein sehr wichtiger Faktor bezogen auf die voranschreitende Globalisierung und Digitalisierung, macht es Website-Betreibern aber andererseits immer schwerer Marketing Maßnahmen umzusetzen und sich gleichzeitig an die neuen Gesetze zu halten.

Marketing Maßnahmen für Webseitenhosts reichen von Remarketing, über Newslettering bis zu dem übergreifendem Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO). In diesem Artikel erklären wir Dir, was genau SEO eigentlich ist, welche Maßnahmen für eine Suchmaschinenoptimierung umgesetzt werden müssen und wie Du trotz dieser Maßnahmen sichtbar bleibst und Dich an die  Datenschutzverordnung hältst.

 

Was ist SEO?

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO, englisch: Search Engine Optimization) umfasst eine weite Bandbreite von Optimierungen auf Webseiten (Onpage-Optimierungen), aber auch die Verknüpfung mit anderen Webseiten (Offpage-Optimierungen). Optimierungen im SEO-Bereich werden einerseits für den Nutzer durchgeführt, andererseits aber auch für die Suchmaschine. Das Ziel dabei ist es, eine Symbiose der Bedürfnisse dieser zwei Zielgruppen umzusetzen, um in der Suchmaschine schnell und einfach gefunden zu werden.

 

Welche Optimierungen werden durchgeführt?

Zusammengefasst basiert SEO also auf vier Säulen, welche verschiedene Optimierungspotentiale der Webseite abdecken sollen: Content/Inhalte, Technik, Backlinks und Webdesign.

Der Content umfasst Texte, Bilder, Grafiken und Diagramme, also all das, was der Nutzer auf Deiner Webseite sehen kann. Hierzu gehört das Webdesign – Der Content wird in das Webdesign eingebunden und zusammen ergeben diese zwei Säulen eine nutzerorientierte Webseite. Technik und Backlinks laufen im Hintergrund ab. Bei technischen Optimierungen geht es vorrangig ob die Schnelligkeit der Webseite, Defizite im Backend (Hintergrund) und die richtigen Plugins, sowie Cookie Einstellungen. Schlussendlich zu den Backlinks – sie bilden das Linkprofil im Hintergrund und stärken den Vertrauensfaktor Deiner Webseite gegenüber Google.

Eine SEO Strategie verläuft meist über einen längeren Zeitraum (6 Monate minimum) und wird stetig durch bestimmte Tools überwacht und weiter optimiert. Tools wie Google Analytics und die Google Search Console helfen einer SEO Agentur oder einer Einzelperson mit SEO Know-How dabei, die Performance der Website ständig im Blick zu haben. Nur durch diese regelmäßige Analyse und Kontrolle können stabile Rankings in Suchmaschinen erreicht werden.

 

Die goldene Frage: Ist SEO Datenschutzkonform?

Da Du nun einen kleinen Einblick in die Welt der Suchmaschinenoptimierung bekommen hast, stellt sich Dir wahrscheinlich die große Frage: Ist SEO denn datenschutzkonform? Kann ich eine Strategie zur Suchmaschinenoptimierung durchsetzen und trotzdem datenschutzkonform bleiben?

Ja, das geht! Generell ist zu sagen, dass SEO Strategien an sich gegen keine DSGVO Richtlinien verstoßen. Weder das Filtern von Keywords, noch eine Seite technisch zu optimieren, verlangt Maßnahmen, bei denen der Datenschutz beachtet werden muss.

Verschiedenste Tools, die für eine SEO Strategie und das Tracken und Analysieren von Daten genutzt werden, verwenden jedoch personenbezogene Daten – das wohl bekannteste Datenanalyse-Tool ist  Google Analytics.

 

Ist Google Analytics in Europa datenschutzkonform?

Anfang des Jahres 2022 wurde europaweit hinterfragt, ob die Einbindung von Google Analytics der EU-Datenschutzgrundverordnung widerspricht. Das Tool offeriert dem Nutzer zwar eine Vielzahl verschiedener Möglichkeiten datenschutzkonform zu handeln, dabei wird jedoch auf Eigenverantwortung appelliert. Google Analytics ist mittlerweile ein umfassendes und wichtiges Tool, um die Online-Präsenz zu überwachen – ein Verbot würde vielen Webseiten wohl einige Schwierigkeiten bereiten.

Um Google Analytics für die SEO Strategie auch datenschutzkonform zu nutzen müssen folgende Schritte durchlaufen werden:

  1. Das Akzeptieren der “Data Processing Terms for all Google Products“ (DPAs) in den Google Analytics Einstellungen.
  2. Das Einholen einer Einwilligung zum Tracking von Besucher:innen der Webseite. Hier kommt der Cookie-Banner ins Spiel, der die Besucher:innen vorab vor einem Tracking der Daten warnen soll. Akzeptieren Besucher:innen, so wird einem Verstoß gegen die DSGVO vorgesorgt.
  3. Die Privacy-Settings im Google Analytics Setup stellen zusätzlich sicher, dass keine personenbezogenen Daten weitergeleitet werden. Hier lässt sich auch die IP-Anonymization empfehlen.
  4. Durch ein zusätzliches Tracking auf dem eigenen Server kann man als Webseiten Betreiber:in Tracking-Blockern entgehen und gleichzeitig kontrollieren welche Daten an Google Analytics weitergeleitet werden.

 

Trotz all diesen Maßnahmen zweifeln Experten aber immer noch an der DSGVO Konformität von Google Analytics. In kürzester Zeit wurde Google Analytics dabei von zwei Datenschutzbehörden als rechtswidrig eingestuft. Der Datentransfer, der durch Google Analytics in die USA vorgenommen wird, ist der Grund dafür, dass es rechtswidrig ist Google Analytics in Europa zu verwenden. Eine gute Alternative zu dem bekannten Tracking Tool wäre Matomo, welches lokal installiert wird, wodurch der Dienst auf dem eigenen Server läuft.

 

Fazit: SEO ist datenschutzkonform – die Analyse nicht immer

Wie Du gesehen hast, sind SEO Maßnahmen weitreichend datenschutzkonform. Sowohl die Suche nach Keywords, als auch die Recherche und die technische Optimierung nutzt keine personenbezogenen Daten.

Mit der Überwachung der SEO Strategie und dementsprechend dem Tracking der Daten, muss man aber aufpassen. Das Tool Google Analytics wird seit 2022 für die EU-Datenschutzgrundverordnung genauer unter die Lupe genommen. Es gibt Möglichkeiten bestimmte Settings so zu adaptieren, dass sie weitgehend DSGVO konform sind – trotzdem gilt Google Analytics als nicht datenschutzkonform in Europa. Das Tracking von Daten kann durch andere Tools, wie Matomo, welches über den lokalen Server läuft, umgesetzt werden.

 

Nina Kaiser arbeitet als Leitung im Marketing und in der Grafik bei Komma99. Bei der Online Marketing Agentur verfasst sie außerdem suchmaschinenoptimierte Texte für verschiedene Branchen. Das Ziel von SEO und SEA ist immer die digitale Sichtbarkeit für mehr Vertrauen und um mehr Conversions zu generieren.

www.komma99.at

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